Es ist der 27. Januar 2017 und mein Abenteuer beginnt. Wie so oft bei Projekten, irgendwas kommt immer dazwischen, weshalb ich nicht Anfang Januar, wie geplant, starten konnte. Doch nun ist er da, der Tag der 1. Etappe – Hörstel.

Gegen 7.00 Uhr breche ich zu Hause auf, um zum Sonnenaufgang am Startpunkt meiner geplanten Tour zu sein. Hier in Hörstel beginnt der Teutoburger Wald direkt mit dem Hermannsweg. Nach einer Stunde Fahrt angekommen, bin ich doch etwas aufgeregt, wie wird es werden und sich mir der Wald zeigen und welche Tiere laufen mir über den Weg?

Und los gehts

Ich habe mich präpariert, Wander-Gummistiefel an, Kamera umgeschnallt, Rucksack mit der restlichen Ausrüstung und Verpflegung aufgesetzt und los geht. Es liegt Schnee, das ist so wunderbar. Start ist der Hermannsweg, welcher auch gut ausgeschildert ist. Noch eine Anmerkung: Meine Touren plane ich mithilfe einer App für Wandertouren. Ohne mein Smartphone würde ich auch nicht alleine losgehen, denn gerade im Wald kann man sich doch schon mal verlaufen und mein Orientierungssinn ist nicht sehr gut ausgeprägt.

Bereits nach ein paar Metern höre ich einen Fasan rufen, nur sehe ich ihn nicht. Es sind ringsherum kleine Hügel, gute Möglichkeiten zum Verstecken. Ich gehe vorsichtig weiter und plötzlich fliegt er rechts neben mir auf und davon. Für ein Foto war leider keine Zeit. Ein paar Schritte weiter höre ich den nächsten Fasan, aber auch er ist schneller weg, als ich die Kamera zücken kann. Schade, aber das ist doch schon mal ein toller Auftakt. So darf es weitergehen.

Die Hügel ziehen sich durch die ersten hundert Meter Wald, ich finde es wunderschön. Gleichzeitig frage ich mich, wofür sie wohl da sind? Sind sie natürlich entstanden oder hat sie der Mensch angelegt, waren es früher Hügelgräber? Davon gibt es einige im Teuto, die ich schon gesehen habe, ich finde hier aber keine Hinweisschilder. Oder leben hier Waldwesen? Ich wünsche es mir, denn ich mag solche Gedanken und stelle mir gern vor, dass Waldgeister, Elfen, Kobolde und Zwerge hier ihr zu Hause haben. Ich bin gespannt, ob mir im Laufe meiner Wanderung der eine oder andere über den Weg läuft.

Weiter geht es den Hermannsweg entlang, während die Sonne immer weiter nach oben steigt. Ich genieße das Licht, den warmen, goldenen Schimmer, den sie in den Wald fließen lässt und ganz sanft die Schatten vertreibt.

Es dauert nicht lang und ich komme am Mittellandkanal an. Die Wasseroberfläche ist auf der einen Seite mit einer Eisschicht bedeckt und schimmert ganz zart in türkis-grünen Tönen.

Über den Kanal nehme ich die Brücke und überquere dann die Bergeshöveder Straße, um wieder in den Teuto zu kommen. Doch bevor ich in den Wald verschwinde, darf ich diesen Augenblick einen Moment genießen.

Wieder im Wald angekommen, sehe ich eine bezaubernde Mischung aus Birken und Waldkiefern, beide mag ich sehr. Ich genieße den Schnee und die glasklare, kalte Luft.

Dankbar für den Schnee, nutze ich hier die Möglichkeit, meiner Freude an der Doppelbelichtung nachzugehen.

Ich bin jetzt ca. 1,5 Stunden unterwegs und komme an einen Punkt, der heißt „Schöne Aussicht“. Aber was soll ich sagen, schön finde ich diese Aussicht nicht, denn sie zeigt die Stadt. (Hinterher ist mir aufgefallen, ich hab noch nicht mal ein Foto gemacht.)

Weiter gehts im Wald. Hier komme ich zu einer Stelle, wo ich mein Lieblingsbild dieser Etappe gemacht habe. Und wie so oft, kann ich nicht genau sagen, warum es gerade das ist.

Der Weg schlängelt sich weiter durch den Wald und zwischendurch blitzt die Sonne zwischen den Bäumen hindurch.

Was mir fast während der ganzen Wanderung aufgefallen ist, wie laut der Straßenlärm zu hören ist. Winterwald bedeutet für mich, dass sich die Natur schlafen gelegt hat. Vereinzelt hört man ein paar Vögel oder auch das Knacken der Äste, wenn sich ein Reh seinen Weg durch den Wald bahnt. Aber die Geräusche der umliegenden Straßen so laut zu hören, habe ich tatsächlich nicht erwartet. Was bedeutet das für die Tiere im Wald? Ob es in den anderen Jahreszeiten, wenn die Laubbäume Blätter tragen, ruhiger ist?

Nach ca. 11 Kilometern am Ende meiner Tour angelangt, hüpft mir doch noch ein Vogel aufs Foto. Er ließ sich von mir nicht stören.

Nun seid ihr gefragt.

Ich möchte ein Bild pro Jahreszeit verlosen. Und ihr sollt entscheiden, welches es wird. Das Bild gibt es dann als Poster im passenden Rahmen und von mir signiert.

Und für diese Tour stehen folgende Fotos zur Auswahl:

Bild – Winter 1

Bild – Winter 2

Bild – Winter 3

Was müsst ihr tun? Ganz einfach das nachfolgende Formular ausfüllen und euren Favoriten wählen. Wenn alle Etappen der jeweiligen Jahreszeit beendet und online sind, wird das Siegerbild gekürt. Verlost wird unter allen, die mitgemacht haben, egal welches Bild ihr gewählt habt.

Bild – Winter 1Bild – Winter 2Bild – Winter 3

*Erforderliche Angaben

Den Streckenverlauf der 1. Tour zum „Nachlaufen“ findet ihr hier.

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